Was bedeutet KfW 40 genau?
Der Begriff KfW 40 bezeichnet einen hohen energetischen Baustandard für Wohngebäude im Neubau. Die Zahl „40“ steht für den maximal erlaubten Primärenergiebedarf in Prozent, gemessen am Referenzwert eines durchschnittlichen Neubaus, der nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2023 gebaut wird. Ein sogenanntes Effizienzhaus 40 benötigt somit nur 40 % des Energiebedarfs dieses Referenzgebäudes.
Diese Einteilung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen ihrer Förderprogramme genutzt. Der Neubau Standard 40 ist ein zentrales Kriterium, um besonders attraktive staatliche Gebäudeförderung zu erhalten. Dabei kommt es nicht nur auf die reine Energieeinsparung an, sondern auch auf die ganzheitliche Energieeffizienz des gesamten Hauses.
Ein KfW 40 Haus ist also ein energieoptimierter Neubau, der durch eine stark gedämmte Gebäudehülle, moderne Haustechnik und oft durch den Einsatz erneuerbarer Energien den Energieverbrauch drastisch senkt. Das bedeutet konkret: geringere Heizkosten, höherer Wohnkomfort und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.
Zusätzlich kann ein Effizienzhaus 40 noch in einer „Nachhaltigkeitsklasse“ geführt werden – dazu später mehr. Das Level „40“ ist dabei die momentan schärfste gebräuchliche Effizienzstufe bei allgemeinen Wohngebäuden und setzt eine durchdachte Planung und Ausführung voraus.
Referenzwert erklärt
Ein KfW 40 Haus benötigt nur 40 % des Energiebedarfs eines gesetzlich geforderten Referenzgebäudes nach GEG 2023.
Die Vorteile eines Effizienzhaus 40 liegen auf der Hand: Neben der deutlichen Senkung der Betriebskosten profitieren Bauherren von besseren Förderkonditionen, höherem Immobilienwert und zukunftssicherem Wohnen. In Kombination mit der passenden Technik und Dämmung kann dein Haus zur echten Energiesparmaschine werden.
Doch wie genau sieht die Förderung aus? Welche Programme greifen und was bringt die Nachhaltigkeits-Zertifizierung zusätzlich? Diese Fragen klären wir im nächsten Kapitel.
Förderung für KfW 40 – das musst du wissen
Wenn du ein Haus im KfW 40 Standard planst, kannst du von attraktiven staatlichen Förderungen profitieren – besonders im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diese ist entscheidend für die Baufinanzierung von nachhaltigen und energieeffizienten Neubauten. Die Förderung erfolgt hauptsächlich über die Programme KfW-Kredit 297 und 298, die sich in Bezug auf Nachhaltigkeitsanforderungen unterscheiden.
KfW-Kredit 297 ist für Neubauten verfügbar, die die Anforderungen an das Effizienzhaus 40 erfüllen. Hier kannst du ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 150.000 € erhalten – inklusive möglichem Tilgungszuschuss. Noch besser sieht es beim KfW-Kredit 298 aus: Dieser gilt für Häuser, die zusätzlich zur Energieeffizienz auch die Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse) erreichen. Dann bekommst du ebenfalls bis zu 150.000 € Kredit, aber mit einem deutlich höheren Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 %.
Neben den Komplettprogrammen stehen dir auch Einzelmaßnahmen der BEG offen – das kann etwa eine besonders effiziente Wärmedämmung oder eine moderne Heiztechnik betreffen. Hier beträgt die Fördersumme bis zu 60.000 € pro Wohneinheit, mit einem Zuschuss zwischen 20 % und 50 %.
Entscheidend: Die Auszahlung ist immer an technische Kriterien und Nachweise gebunden. Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte muss in der Regel eingebunden werden. Je nach Programm musst du zudem auf Nachhaltigkeit achten und gegebenenfalls eine Lebenszyklus-Betrachtung des Gebäudes einreichen.
Ziel dieser Gebäudeförderung ist es, Investitionen in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit attraktiv zu machen – und dir beim KfW 40 Neubau finanziell unter die Arme zu greifen.
| Förderprogramm | Kreditbetrag (max.) | Tilgungszuschuss |
|---|---|---|
| KfW-Kredit 297 | 150.000 € | Bis zu 5 % |
| KfW-Kredit 298 (mit NH-Klasse) | 150.000 € | Bis zu 12,5 % |
| BEG Einzelmaßnahme | Bis zu 60.000 € | 20–50 % |
Expertentipp
Ein individueller Sanierungsfahrplan kann als Voraussetzung für maximale Förderung dienen – nutze ihn unbedingt als Grundlage!
Technische Anforderungen an ein KfW 40-Haus
Damit ein Neubau den energetischen KfW 40 Standard erreicht, müssen verschiedene technische Kriterien erfüllt werden. Wesentlich ist dabei die Begrenzung des Primärenergiebedarfs auf maximal 40 % des Wertes, den das gesetzlich definierte Referenzgebäude laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) aufweist. Diese Reduktion erfordert eine Kombination aus hochwertiger Wärmedämmung, moderner Haustechnik und dem Einsatz erneuerbarer Energien.
Ein weiterer zentraler Punkt ist der sogenannte Transmissionswärmeverlust, also die Menge an Wärme, die über die Gebäudehülle verloren geht. Auch hier gilt: Ein Effizienzhaus 40 darf nur einen deutlich reduzierten Wert im Vergleich zum Referenzgebäude aufweisen. Entscheidend sind deshalb Bauteile wie wärmegedämmte Außenwände, das Dach, die Bodenplatte und Fenster in Dreifachverglasung mit niedrigem U-Wert.
Mindestens genauso wichtig: die Luftdichtheit des Gebäudes. Durch eine kontrollierte, dichte Gebäudehülle werden unnötige Wärmeverluste vermieden. In Verbindung mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt dies für ein angenehmes Raumklima bei minimalem Energieeinsatz.
Zu den typischen Komponenten eines Neubau Standard 40 zählen:
- Ein vollflächiges Wärmedämmverbundsystem
- Hochisolierende Fenster mit Dreifachverglasung
- Eine Wärmepumpe als zentrale Heiztechnik
- Gegebenenfalls eine Photovoltaikanlage zur Stromproduktion
- Eine kontrollierte Wohnraumlüftung
Nur wenn alle diese Elemente genau aufeinander abgestimmt sind, kann der Energiestandard erreicht werden – und nur dann ist eine entsprechende Gebäudeförderung möglich.
Typische Bestandteile eines KfW 40 Hauses
- Wärmedämmverbundsystem, dreifach verglaste Fenster, Wohnraumlüftung, Wärmepumpe, PV-Anlage – alles effizient integriert!
Wärmedämmung für KfW 40 – worauf kommt es an?
Die Wärmedämmung spielt beim Bau eines KfW 40 Hauses eine zentrale Rolle. Denn sie entscheidet maßgeblich darüber, ob dein Neubau den strengen Anforderungen an den Energiebedarf genügt. Um den Energiestandard 40 zu erreichen, muss die Gebäudehülle extrem gut dämmen – das betrifft Fassade, Dach, Bodenplatte und Fenster.
Besonders verbreitet sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) an der Außenwand. Diese verbessern den Wärmeschutz erheblich und sind relativ einfach bei Neubauten umzusetzen. Auch die Fassadendämmung mit Dämmstoffen wie Mineralwolle oder Holzfasern trägt dazu bei, den Transmissionswärmeverlust zu minimieren.
Beim Dach kommen häufig Zwischensparren- oder Aufsparrendämmungen zum Einsatz, die verhindern, dass warme Luft ungenutzt entweicht. Unter der Bodenplatte wird meist eine Perimeterdämmung eingesetzt, um Kälte von unten abzuhalten.
Ziel all dieser Maßnahmen ist es, die benötigte Heizenergie drastisch zu reduzieren. Denn je besser die Dämmqualität, desto weniger Heizleistung braucht das Gebäude – das ist nicht nur gut für dein Klima, sondern auch für deinen Geldbeutel. Gleichzeitig sinkt der Primärenergiebedarf, der für die KfW-40-Zertifizierung entscheidend ist.
Auch die Wahl der Fenster ist relevant: Dreifachverglasung mit niedrigem U-Wert ist bei einem Effizienzhaus 40 Standard inzwischen unerlässlich.
Wer also frühzeitig auf eine durchdachte Dämmstrategie setzt, sichert sich Vorteile bei der Energieeffizienz, steigert den Wohnkomfort – und rüstet sein Haus für die Zukunft.
Expertentipp
Für die KfW 40 Zertifizierung muss die Gebäudehülle besonders energieeffizient sein – dadurch wird weniger Technik notwendig!
Heiztechnik im Effizienzhaus 40 – ohne fossile Brennstoffe
Im Effizienzhaus 40 spielt moderne Heiztechnik eine entscheidende Rolle, um den niedrigen Primärenergiebedarf zu erreichen. Fossile Energieträger wie Öl oder Gas haben hier keinen Platz – stattdessen dominieren erneuerbare Energien und intelligente Systeme. Im Mittelpunkt steht oft eine Wärmepumpe, die ihre Energie aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser gewinnt. Sie gilt als besonders effizient, da sie mehr Heizenergie bereitstellt, als sie Strom verbraucht.
Eine weitere zentrale Komponente ist die Flächenheizung, insbesondere die Fußbodenheizung. Sie arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen und ergänzt die Effizienz der Wärmepumpe ideal. So lässt sich der Energieverbrauch weiter minimieren. Auch die Integration von Solarthermie kann sinnvoll sein – beispielsweise zur Warmwasserbereitung im Sommerhalbjahr.
Einige Bauherr:innen entscheiden sich zusätzlich für eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Dadurch wird die Heizlast weiter gesenkt, da ein Großteil der Wärme aus der Abluft zurückgeführt wird. In Kombination ergeben diese Systeme ein perfekt abgestimmtes Heizkonzept, das optimal zum Energiestandard 40 passt.
Der Einsatz solcher Technik bedeutet zwar höhere Investitionskosten, wird jedoch durch geringere monatliche Energiekosten und attraktive staatliche Gebäudeförderung ausgeglichen. Wichtig ist, dass alle Komponenten – von der Wärmedämmung über die Heizung bis zur Regelungstechnik – exakt aufeinander abgestimmt sind. Nur so gelingt die Einstufung als KfW-Effizienzhaus 40.
Erneuerbare Energien nutzen und clever kombinieren
Ein zentraler Bestandteil des KfW 40-Konzepts ist die konsequente Nutzung von erneuerbaren Energien. Um die geforderte hohe Energieeffizienz zu erreichen, reicht es nicht, nur gut zu dämmen – auch Strom und Wärme sollten möglichst nachhaltig erzeugt werden. Dazu bieten sich Technologien wie Photovoltaik, Solarthermie und Biomasse-Heizsysteme an, die unterschiedlich eingesetzt und miteinander kombiniert werden können.
Photovoltaikanlagen auf dem Dach ermöglichen eine direkte Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung. In Verbindung mit einem Batteriespeicher lässt sich der eigene Stromverbrauch optimieren – der Anteil selbst genutzten Stroms steigt, der Bezug teurer Netzenergie sinkt. Zusätzlich kann überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden, was eine kleine Vergütung mit sich bringt. Wenn du Strom und Wärme intelligent verzahnst, z. B. durch den Betrieb einer Wärmepumpe mit Solarstrom, erreichst du eine besonders hohe Gesamteffizienz.
Auch Solarthermieanlagen können ergänzend eingesetzt werden – zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung. Bei ländlich gelegenen Gebäuden kann außerdem die Nutzung von Biomasse wie Pellets oder Hackschnitzeln eine emissionsarme Heizalternative darstellen. Durch ein intelligentes Zusammenspiel dieser Technologien erreichst du nicht nur den Energiestandard 40, sondern sicherst dir langfristige Unabhängigkeit und planbare Energiekosten.
Besonders spannend ist die Verbindung dieser Komponenten mit smarter Haustechnik, etwa durch Energiemanagementsysteme, die den Eigenverbrauch und Ladezeiten dynamisch steuern. So holst du das Maximum aus deinem KfW 40 Haus heraus – ökologisch und wirtschaftlich.
Förderung kombinieren?
Du kannst Förderungen clever kombinieren, z. B. für Heizung + Dämmung!
Nachhaltigkeit im KfW 40 Haus – mehr als nur Technik
Ein Effizienzhaus 40 steht nicht nur für geringe Energiekosten, sondern auch für eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie im Bauwesen. Diese beginnt bei der Auswahl der Materialien, führt über die energetische Nutzung im Betrieb und reicht bis zum umweltgerechten Rückbau des Gebäudes. Wer sich für ein KfW 40 Haus entscheidet, verfolgt häufig einen ganzheitlichen Ansatz – ökologisch, ökonomisch und sozial.
Ein zentrales Element ist die Möglichkeit, die Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse) zu erreichen. Diese Zertifizierung erfolgt über ein spezielles Bewertungssystem (z. B. BNK oder DGNB) und berücksichtigt nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch Aspekte wie Ressourcenschonung, Schadstoffvermeidung, Barrierefreiheit und den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Wird diese Klasse nachgewiesen, kann das Haus zusätzlich zur Förderung durch die KfW mit verbesserten Konditionen (z. B. höherer Tilgungszuschuss) belohnt werden.
Auch die Auswahl der Baumaterialien spielt eine Rolle: ökologische Baustoffe, wie Holz, Zellulose oder Lehmputze, sind nicht nur CO₂-arm, sondern oft auch recycelbar oder wiederverwendbar. So kann das Gebäude bei späterem Rückbau mit geringem ökologischen Fußabdruck aufgelöst werden – ein Detail, das in der Gesamtbilanz des Gebäudes zunehmend wichtiger wird.
Nachhaltigkeit beinhaltet außerdem soziale Komponenten: Eine gute Tageslichtnutzung, gesunde Raumluft durch schadstoffarme Innenmaterialien sowie barrierearme Zugänge sind wichtige Aspekte für generationsgerechtes und zukunftsoffenes Wohnen. Damit wird der Neubau Standard 40 zu mehr als nur einer technischen Anforderung – er wird zur Grundlage für dauerhaft verantwortungsvollen Wohnraum.

Baukosten und Wirtschaftlichkeit – lohnt sich KfW 40?
Ein häufiges Argument gegen den Bau eines KfW 40 Hauses ist der vermeintlich höhere Preis. Tatsächlich liegen die Baukosten eines Effizienzhaus 40-Neubaus im Schnitt rund 10–15 % über denen eines Standardhauses. Gründe dafür sind aufwendigere Wärmedämmung, bessere Fenster, energieeffiziente Technik und der Einsatz erneuerbarer Energien.
Doch dieser Mehraufwand rechnet sich häufig über die Jahre. Denn durch die stark reduzierte Energienachfrage sinken die Betriebskosten massiv. Zusätzlich winken attraktive Gebäudeförderungen: Wer die Nachhaltigkeits-Klasse erreicht, kann beispielsweise über den KfW-Kredit 298 bis zu 12,5 % Tilgungszuschuss erhalten – das entspricht bei 150.000 € Kredit einer Ersparnis von 12.500 €. In der Gesamtbetrachtung reduziert sich so nicht nur der effektive Baupreis, sondern auch das Risiko steigender Energiepreise in Zukunft.
Langfristig zahlt sich der Neubau Standard 40 also in mehrfacher Hinsicht aus: weniger Heizkosten, mehr Wohnkomfort, bessere Finanzierungschancen. Vor allem im Kontext steigender Zinsen und Energiekosten bietet ein KfW-Effizienzhaus 40 eine solide wirtschaftliche Perspektive. Wichtig dabei: Lass dir die individuellen Kosten und Einsparungen konkret durchrechnen – am besten gemeinsam mit einem Energieberater oder Baufinanzierungsexperten.
Somit ist die Frage „Lohnt sich das?“ in vielen Fällen mit „Ja“ zu beantworten – wenn man alle finanzellen Vorteile und energetischen Einsparungen sauber einbezieht.
| Bauweise | Durchschnittskosten/m² | Tilgungszuschuss |
|---|---|---|
| Standard-Neubau | 2.200 € | 0 € |
| Effizienzhaus 40 | 2.500 € | bis 12.500 € |
Finanzierung deines KfW 40 Projekts
Die richtige Baufinanzierung ist entscheidend, wenn du ein Haus im KfW 40 Standard bauen willst. Denn obwohl die Baukosten zunächst höher ausfallen, profitierst du langfristig durch geringere Energiekosten und umfangreiche Gebäudeförderung – vorausgesetzt, die Finanzierung ist optimal auf das Projekt zugeschnitten.
Zentrale Komponente ist der Förderkredit der KfW, z. B. Programm 297 oder 298. Diese Programme bieten dir nicht nur eine hohe maximale Kreditsumme (bis 150.000 €), sondern auch Zinsvorteile gegenüber herkömmlichen Immobiliendarlehen. Besonders attraktiv wird es bei Erreichen der Nachhaltigkeitsklasse, denn hier kann ein Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 % gewährt werden – das reduziert die effektive Kreditsumme erheblich.
Doch auch klassische Banken bieten zunehmend spezielle Umweltboni für klimafreundliche Bauvorhaben. Dabei variieren Bedingungen, Zinssätze und Tilgungsmodalitäten stark. Es lohnt sich also, verschiedene Angebote zu vergleichen oder eine Beratung durch einen Baufinanzierungsexperten in Anspruch zu nehmen. Wichtig: Plane frühzeitig! Viele Förderdarlehen müssen vor dem ersten Spatenstich beantragt werden.
Neben dem KfW-Kredit kannst du auch ergänzende Förderungen einplanen, etwa für einzelne Gebäudekomponenten wie Dämmung oder Heiztechnik. Diese lassen sich häufig mit der Finanzierung koppeln – clever eingesetzt ergibt das ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Ein gut strukturierter Finanzierungsplan berücksichtigt nicht nur den Bau selbst, sondern auch begleitende Ausgaben wie Energieberatung, Planungskosten oder die Nachweise für den Energiestandard 40. All das kann förderfähig sein, wenn korrekt beantragt. So wird dein Weg zum KfW-Effizienzhaus 40 nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig.
Planung, Energieberatung & individuelle Konzepte
Wer ein KfW 40-Haus plant, sollte die Rolle der Energieberatung nicht unterschätzen. Frühzeitige und individuelle Planung ist entscheidend, damit dein Neubau den strengen Anforderungen des Energiestandards 40 entspricht. Dabei hilft ein zertifizierter Energieberater – nicht nur bei der Auswahl geeigneter Technologien, sondern auch bei der Konzeption eines maßgeschneiderten Bauprojekts.
Ein zentrales Werkzeug ist der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP). Auch wenn er ursprünglich für Sanierungen entwickelt wurde, kann er im Neubau als Planungsgrundlage dienen – zum Beispiel bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Energieeffizienz. Zusammen mit dem Energieberater wird ein Konzept erstellt, das Dämmung, erneuerbare Energien und Haustechnik optimal aufeinander abstimmt.
Besonders wichtig ist die frühe Einbindung des Beraters in die Planung – so lassen sich Fördereffekte, technische Machbarkeit und Baukosten besser koordinieren. Da die Förderprogramme wie die BEG auch einen Nachweis über die Planung durch einen Experten verlangen, sparst du doppelt: Energie und Geld.
Ein professionell entwickeltes Konzept berücksichtigt nicht nur technische Daten, sondern auch deine individuellen Wohnbedürfnisse und langfristigen Ziele. So wird dein KfW 40 Haus nicht nur energiesparend, sondern auch zukunftssicher, nachhaltig und komfortabel. Die Investition in einen guten Plan zahlt sich über Jahrzehnte aus.
Expertentipp
Ein zertifizierter Energieberater hilft dir, den passenden Fahrplan zum KfW 40 Haus zu entwickeln – gefördert durch die BEG!
Zertifikat, Antrag & Nachweise für KfW 40
Wer ein Effizienzhaus 40 errichten möchte und dabei von der staatlichen Gebäudeförderung profitieren will, kommt an offiziellen Nachweisen und einem strukturierten Antrag nicht vorbei. Entscheidend sind konkrete Planunterlagen, die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters und die fristgerechte Antragstellung vor Baubeginn.
Zentraler Bestandteil ist der sogenannte GEG-Nachweis. Er belegt, dass das Bauvorhaben den energetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie den spezifischen Vorgaben für das KfW 40 Niveau entspricht. Für die Erstellung benötigt man eine Berechnung des Primärenergiebedarfs, eine Dokumentation der eingesetzten Materialien (z. B. Wärmedämmung) und Angaben zur Haustechnik (z. B. Wärmepumpe).
Daneben ist ein Energie-Einsparnachweis gemäß den Vorgaben der KfW erforderlich. Dieser wird meist durch einen Energieeffizienz-Experten erstellt, der in der offiziellen "Expertenliste für Förderprogramme des Bundes" gelistet sein muss. Nur mit dessen Bestätigung ("Bestätigung zum Antrag", BzA) ist eine Förderung möglich.
Der eigentliche Förderantrag für einen Neubau im KfW-Effizienzhaus 40 Standard muss rechtzeitig gestellt werden – idealerweise zu Beginn der Planung und vor Abschluss von Kauf- oder Lieferverträgen. Die Antragsstellung erfolgt über die Hausbank oder Finanzierungspartner, welche die Mittel aus dem Förderprogramm (z. B. KfW 297 / 298) weiterreichen.
Nach Umsetzung muss eine „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) durch den Energieberater vorgelegt werden, damit die Förderung ausgezahlt werden kann. Wichtig ist dabei auch die Dokumentation nachhaltigkeitsrelevanter Kriterien, falls man die NH-Klasse gelten machen möchte.
Fazit: Ohne strukturierte Abläufe und fachliche Unterstützung ist eine Förderung kaum realisierbar – aber mit dem richtigen Partner an deiner Seite wird dein Effizienzhaus 40 Projekt zum Erfolg.
Fazit: Warum sich der KfW 40 Standard wirklich lohnt
Der KfW 40 Standard bietet zahlreiche Vorteile – sowohl für dich als Bauherr:in als auch für die Umwelt. Wer sich für ein Effizienzhaus 40 entscheidet, profitiert nicht nur von niedrigen Energiekosten, sondern auch von attraktiven Fördermitteln, wie zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen.
Durch optimierte Wärmedämmung, effiziente Heiztechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien wird der Energiebedarf auf ein Minimum gesenkt. Gleichzeitig erhöht sich der Wohnkomfort und der Immobilienwert langfristig. Dies macht den Neubau Standard 40 zu einer besonders zukunftssicheren Investition.
Auch in puncto Nachhaltigkeit punktet der KfW 40 Standard: Ökologische Baustoffe, eine geringe CO₂-Bilanz und durchdachte Lebenszyklusmodelle tragen zur Umweltschonung bei. Dank intelligenter Planung und Unterstützung durch qualifizierte Energieberater:innen kann jedes Bauprojekt individuell und wirtschaftlich umgesetzt werden.
Kurz gesagt: Wer beim Hausbau heute auf Verbesserung der Energieeffizienz und kluge Gebäudeförderung setzt, schafft nicht nur ein modernes Zuhause – sondern auch ein Stück Zukunft.

